Historische Brunnenanlagen gehen in Kur

Die Thüringer Allgemeine in der Ausgabe vom 15.07.2011:

Historische Brunnenanlagen gehen in Kur

Aufwändige Reparatur am Gänsemännchenbrunnen / Vandalismus-Schäden an Neptun- und Froschbrunnen

Weimar. Für vier Wochen in Kur genommen wird ab Montag der Gänsemännchenbrunnen in der Schillerstraße. Die Abteilung Denkmalschutz sprach von einer „relativ aufwändigen Maßnahme zu Reinigungs- und Abdichtungszwecken am Gusseisenaufsatz“. Die Arbeiten werden von dem Weimarer Steinrestaurator Ilja Streit und dem Spezialisten für Metallrestaurierung, Ulrich Weidauer (Meerane/Erfurt) ausgeführt. Demontiert und am Ende wieder aufgebaut werden die rund 35 Kilogramm schwere Bronzeskulptur und die gusseiserne Schale samt Säule. Der Brunnen wird mit einem Bauzaun umstellt, der auch dem Schutz der Gäste im benachbarten Eiscafé diene. Unterdessen kündigte die Denkmalabteilung Arbeiten an sechs weiteren historischen Brunnenanlagen an. Neben routinemäßiger Reinigung gehe es dabei auch darum, Vandalismus-Schäden zu beheben. So sei nach einer Wasserschlacht unter Jugendlichen im Neptunbrunnen am Markt der Dreizack der Skulptur mutwillig verbogen worden. Zudem kam es zu Verschmutzungen durch Essens- und Getränkereste. Großflächig mit roter Farbe besprüht wurde der Froschbrunnen hinter der Wielandschule. Das Denkmalamt beauftragte zudem Arbeiten am Wieland-, Goethe- und Bürgerschulbrunnen sowie an jenen am Lesemuseum und an der Stadtmauer.

© Ilja Streit Steinrestaurierung | Stand: 13.11.2011