Stein für Stein: Restauratoren fast am Ziel
Die TLZ in der Ausgabe vom 19.8.2009
Der Steinrestaurator Frank Meißner bei der Arbeit. In der Werkstatt von IIja Streit wird gerade der letzte von drei Grabsteinen des jüdischen Friedhofs restauriert. Der Stein zerbrach bei der Schändung im Juli in 14 Teile.
TA-Foto: tlzfrh. Büker
Weimar. (tlz/bük) In der Werkstatt von Ilja Streit wird gerade der letzte von drei Grabsteinen des jüdischen Friedhofs restauriert. Die Steine waren bei der Schändung im Juli zerstört worden. Die Restauratoren im Rosenhof sind dabei bemüht, die Spuren der Zeit zu erhalten. Da die Risse – der aktuelle und ältere – sichtbar bleiben, sprechen Experten von einem konservatorischen Verschluss. Unbekannte rissen den Grabstein von Gabriel Ulmann (1743-1816) aus der Verankerung, so dass er in 14 Teile zerbrach. Die Grabsteine wurden im Juli umgekippt, einer' zerbrach. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, doch die Aussicht, einen Täter dingfest zu machen, ist gering. Das liegt auch daran, dass die Tat nicht gleich bemerkt worden war. Die Kosten belaufen sich auf etwa 3000 Euro.
