Zum Hundertsten

Die Thüringer Allgemeine in der Ausgabe vom 12.6.2008:

Ehrung: Die Professoren Arens und Huschke am Grab von Müllerhartung.

EHRUNG: Die Professoren Arens und Huschke am Grab von Müllerhartung.

TA-Foto

Carl Müllerhartungs Grab in neuem Glanz

Er war Musikpädagoge, Hofkapellmeister, Organist, Musikorganisator und Gründer der Musikhochschule. Gestern wurde anlässlich seines 100. Todestages sein nun fertig restatiriertes Grabmal eingeweiht.

WEIMAR (bw).

Feierlich wurde gestern die Grabstätte von Carl Müllerhartung auf dem historischen Friedhof eingeweiht. Anlass war sein 100. Todestag. Die Familiengrabstätte an der nördlichen Westmauer war im Laufe der Zeit deutlich in Schieflage geraten sowie der Naturstein aus Muschelkalk und Travertin stark verWittert. Auch das Medaillon aus Bronze hatte deutlich an einem Verwitterungsprozess gelitten. Eine komplette Demontage des Grabmales war daher unvermeidlich geworden. Wobei stets das Ziel war, die Restaurierung bis zum gestrigen Tag abzuschließen.

Im Jahr 2006 und 2007 hatte der Verein Grüne Wahlverwandschaften das Projekt in Angriff genommen. Problem hierbei war, dass die Finanzierung komplett aus privater Kasse kommen musste. Hier wurden u. a. die Studenten der Hochschule für Musik aktiv. Mit verschiedenen Benefizveranstaltungen und Sponsoren kam die benötigte Summe von 10 0,00 Euro für die Sanierung zusammen. Sie wurde vom Restaurator Ilja Streit ausgeführt. Carl Müllerhartung gründete am 24. Juni 1872 die "Großherzogliche Orchesterschule" in Weimar. Daran erinnert 136 Jahre danach eine Festveranstaltung, bei der vor allem Werke des Musikers erklingen.

 
© Ilja Streit Steinrestaurierung | Stand: 13.11.2011